Tagung
2005 im Anbaugebiet Straelen und Venlo
Bereits
zum fünften Mal in Folge trafen sich Anfang September 60 Mitglieder
der bundesweiten Kompetenzgruppe Substratanbau, darunter über 30 Gärtner
aus allen Teilen Deutschlands, sowie Berater, Firmenvertreter und
Versuchsansteller zum Jahrestreffen in Straelen. Der Federführende
der Kompetenzgruppe, Christoph Andreas vom GBZ Straelen/Köln-Auweiler,
hatte ein informatives Programm mit dem Besuch von vier Tomaten-
und Gurkenbetrieben im Raum Straelen und dem benachbarten Venlo in den
Niederlanden zusammengestellt.
Zu
Beginn stellten die Versuchsanstalten Heidelberg, Dresden-Pillnitz und
Straelen aktuelle Versuchsergebnisse vor. Aspekte zur
Energieeinsparung angesichts steigender Energiepreise fanden hierbei
ein besonders großes Echo. Sehr informativ war der Vortrag von Cees
Verbree zum Umgang mit dem Pepino-Mosaik-Virus an Tomaten; 100%ige
Hygiene in allen pflanzenrelevanten Bereichen ist hier das
Nonplusultra.
Danach
standen zwei Betriebsbesichtigungen in den benachbarten Niederlanden
an. Im 1,8 ha großen Tomatenbetrieb von Marcel van den Broek in Venlo
werden Rispentomaten auf Steinwolle im Librabak produziert.
Peter Benders in Hout-Blerick kultiviert 4,5 ha Salatgurken in drei
Anbausätzen. Ein erdgasbetriebenes Blockheizkraftwerk in Fremdregie
sichert hier zu 48 % die Energieversorgung mit Abwärme und die CO2-Düngung.
Nach der Besichtigung und Diskussion der umfangreichen Versuche im GBZ
Straelen zum Substratanbau am nächsten Tag zeigte der Straelener
Betrieb von Leo Berghs-Trienekens die Produktion von Gurken auf
Steinwolle, Lava und Perlite auf einem Hektar Fläche; besonderes
Interesse fand hier neue Kohlefeuerungsanlage mit kostengünstiger
Gasflammkohle. Anschließend ging es zum 2,8 ha großen Betrieb
Carsten Knodt in Tönisvorst, der nach einem verheerenden Sturm völlig
neu als 5 m hoher Venloblock wieder aufgebaut wurde. Die Kultur von
Rispentomaten auf hoher Rinne im geschlossenen Recyclingsystem und
eine Holzheizung mit modernster Technik waren hier die herausragenden
Aspekte.
Das
nächste Treffen der Kompetenzgruppe Substratanbau ist 2006 wiederum länderübergreifend
auf der Insel Reichenau und der Schweiz vorgesehen.
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